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Taufstelle Jesu

Jordan - Taufstelle

Yardenit beim Kibbuz Degania - Taufstelle Jesu unweit von Tiberias




Taufstelle Jesu im Jordan

Jordan - Taufstelle

Yardenit beim Kibbuz Degania - Taufstelle Jesu unweit von Tiberias - Foto: Wikipedia (gemeinfrei)



Die Evangelien von Johannes und Markus beginnen mit dem Wirken Johannes des Täufers, einer Stimme in der Wüste, die zur Umkehr und Taufe zur Vergebung der Sünden aufrief. Dieser Johannes taufte auch Jesus von Nazareth ("...er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht" Johannesevangelium 1,6-8) an einer Stelle im Jordan, die bis heute umstritten ist. Die meisten Touristen kennen die Stelle mit dem Namen Yardenit (auch Jardenit) beim Kibbutz Degania südlich vom See Genezareth, mit Treppenstufen komfortabel ausgebaut, die auch von einigen Religionsgemeinschaften noch heute zur Taufe genutzt wird. Ein schöner, beschaulicher und grüner Platz, gewiß- aber ist das wirklich die Taufstelle?

...eine der möglichen Taufstellen...

Jordan - Taufstelle

Yardenit - Taufstelle südlich von Tiberias beim Kibbutz Degania


Der Täufer Johannes wirkte im Judäischen Bergland, aber auch östlich des Jordans im Gebiet von Peräa, das heute zu Jordanien gehört. In diesem Gebiet - Peräa - wird Johannes der Täufer schließlich auch verhaftet und auf Anweisung von Herodes Antipas in die Festung Machaerus (Ruinen liegen auf der Ostseite des Toten Meeres im heutigen Jordanien) gebracht, wo er bis zu seinem Tod eingekerkert blieb. Der Evangelist Johannes spricht als Taufstelle von Bethanien (Betanien) auf der anderen Seite des Jordans- als im heutigen Jordanien. Einen Ort gleichen Namens gibt es auch etwa 4 Kilometer östlich von Jerusalem.


Kloster St. Gerasimos

Jericho - St. Gerasimos Kloster

Griechisch-Orthodoxes St. Gerasimos Kloster


Unterhalb der Einmündung des Wadi el-Murar in den Jordan liegt das griechisch-orthodoxe Kloster St. Gerasimos. Esi st eines der ältesten Klöster in Palästina. Das Kloster wurde von dem Mönch Gerasimos um 445 n. Chr. hier an dieser Stelle gegründet, wo man einst die Taufstelle Jesu vermutete. Der Jordan als Ort der Taufe ist allerdings noch etwa 2,8 Kilometer von dieser Stelle entfernt. St. Gerasimos ist umgeben von Bäumen und zum Jordan in Richtung Osten wird das Gelände trocken und unfruchtbar. Um das Kloster herum ist ein Garten mit schönen Bäumen und verschiedenen Pflanzen entstanden, die den kärglichen Bodenverhältnissen angepasst sind. Die Mönche des Klosters arbeiten in der Landwirtschaft und im Gemüseanbau, zusätzlich halten sie Tiere wie z.B. verschiedene Vogelarten, Pferde, Schweine und Ziegen.


Jericho - St. Gerasimos Kloster

Viehhaltung im St. Gerasimos Kloster


Der griechisch-orthodoxen Tradition entsprechend soll dies auch der Ort sein, wo Josef und Maria mit dem Kind auf der Flucht vor König Herodes nach Ägypten Halt gemacht haben sollen. Es heißt, sie hätten Zuflucht in einer Höhle hier in der Nähe gefunden. Im Inneren der Kirche ist ein schöner Mosaikfußboden aus dem Mittelalter erhalten. Mehrfach wurde das Kloster beschädigt- nicht zuletzt durch ein Erdbeben, das zu einem kompletten Abriß der Gebäude führte. Gerasimos war der Abt einer Gemeinschaft von etwa 70 Mönchen, die alle hier in der Wüste östlich von Jericho lebten, in der Nähe des Jordan. Sein Fest wird am 4. März gefeiert. Die Lampen in der Klosterkirche brennen mit dem Öl aus der Grabeskirche von Jerusalem. Das Kloster ist auch heute noch bewohnt- allerdings gibt es nur noch wenige Mönche an diesem Ort.


Jordansenke

Jericho - St. Gerasimos Kloster

Impressionen aus dem St. Gerasimos Kloster


Weiterhin gibt es auch ein Wohnhaus für das weltliche Personal und weitere Gebäude und Stallungen, die auf eine bescheidene landwirtschaftliche Nutzung des Klosters hindeuten. In der Nähe sind ein paar kärgliche Felder zu sehen. Ansonsten schweift der Blick über weite Teile der Wüste nahe am Toten Meer. Der Platz in der Jordansenke, den die Mönche einst für den Bau des Klosters suchten und fanden, liegt einsam und abseits von jeder Zivilisation. Wahrscheinlich war es ihnen wichtig, in der Nähe zur Taufstelle zu siedeln. Alle Klöster im Heiligen Land sind in der Nähe der biblischen Stätten errichtet worden.






Al-Maghtas

Jordan - Taufstelle

Moderne Kirche oberhalb der der Taufstelle im Jordan, Ostseite des Jordan (Jordanien) - Bildquelle: Wikipedia - Autor: Berthold Werner - Lizenz s.u.


Der Jordan ist von dieser Stelle leider nicht zu sehen und ein Versuch von mir, eine Besuchserlaubnis für die Taufstelle auf israelischer Seite zu erhalten, scheitert im März 2000 an den Vorbereitungen für den Papstbesuch an eben dieser Stelle. Bulldozer ebnen gerade eine Zufahrt und eine Teermaschine ist auch nicht weit. Papst Johannes Paul II. will Al-Maghtas (Jordanien) und Qasr al-Yahud (Israel) als mögliche Taufstellen Jesu besuchen und die Vorbereitungen laufen gerade auf Hochtouren. Mittlerweile weiß ich, dass es sich hier um zwei unterschiedliche Stellen handelt, die hier vom Kloster etwa 4 - 5 km entfernt liegen und durch den Jordan als natürliche- und als Staatsgrenze getrennt sind.

"In jenen Tagen kam Jesus aus Nazaret in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen. Und als er aus dem Wasser stieg, sah er, dass der Himmel sich öffnete und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam."

Evangelium nach Markus, 1,9 - 10

Der Evangelist Markus gibt mit dieser Ankündigung keinen genauen Hinweis auf die Taufstelle- lediglich der Jordan wird erwähnt. So ist man lange davon ausgegangen, das die Taufstelle auch auf der westlichen Seite des Jordan gewesen sein könnte. Nun berichtet der Evangelist Johannes etwas genauer über die Lage dieses Ortes:

"Dies geschah in Betanien, auf der anderen Seite des Jordan, wo Johannes taufte."

Evangelium nach Johannes, 1,28




Militärische Sperrzone

Jordan - Taufstelle

Qasr al-Yahud - Place of Jesus Baptism, on the bank of the Jordan River, North of the Dead Sea, Israel - Beginn der Sperrzone - Tor zur Straße, die zum Jordan führt, im Hintergrund erheben sich die Türme zweier Kirchen, die dort schon auf jordanischem Gebiet stehen - Bildquelle: Wikipedia - Autor: Deror avi - Lizenz s.u.


Früher war das gesamte Gebiet militärische Sperrzone, was man noch heute an den vielen Stacheldrahtzäunen und anderen Resten der Grenzsicherung erkennen kann. An einigen Stellen vor und hinter dem Zaun warnen noch Hinweisschilder auf die Gefahr durch Minen hin. Es wurde zwar eine Minenräumung in diesem Gebiet durchgeführt, aber die fortschreitende Erosion des Bodens lies auch die Minen "wandern" und eine genaue Ortung trotz Minenkarte des Militärs ist somit nicht mehr möglich. Deshalb sind die nicht als sicher geräumten Gebiete eingezäunt und werden durch die Armee kontrolliert.


Grenzverlauf

Jordan - Taufstelle

Qasr al-Yahud - Place of Jesus Baptism, on the bank of the Jordan River, North of the Dead Sea, Israel - Straße, die im Grenzgebiet zum Jordan führt - Bildquelle: Wikipedia - Autor: Deror avi - Lizenz s.u.


Vermint wurde dieses Gebiet von den Israelis einige Jahre nach dem Sechs-Tage-Krieg (5. Juni bis zum 10. Juni 1967), weil der Grenzverlauf durch den hier mäandernden Jordan sehr schlecht zu sichern war und immer wieder Terroristen über dieses Areal nach Israel einsickerten. Somit war es für eine lange Zeit nicht mehr möglich, die Stätten der Taufe zu besichtigen bzw. für die Glaubensgemeinschaften, hier Messen und Taufen abzuhalten. Ab Anfang der 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts wurde es für christliche Besucher wieder möglich, unter vorheriger militärischer Anmeldung und Absicherung diesen Ort auf israelischer Seite zu besuchen.

Dies geschah vornehmlich an zwei hohen kirchlichen Feiertagen (am Dreikönigstag und an den Ostertagen). Für die Kirchen des Ostens ist der 6. Januar (Erscheinung des Herrn) gewöhnlich dem Gedächtnis der Taufe Jesu im Jordan geweiht und mit einer Wasserliturgie verbunden. Die armenischen Christen feiern an diesem Tag die Geburt, die Erscheinung und die Taufe des Herrn.


Qasr al-Yahud

Taufstelle Jesu - Qasr al-Yahud In der Gegend um Jericho wird die Stelle lokalisiert, an der sich nach neutestamentlicher Überlieferung Jesus von Johannes dem Täufer taufen ließ. Von Jerusalem aus mit dem Auto wird die Taufstel...

Al-Maghtas

Taufstelle Jesu - Wadi al-Kharrar Eine Landkarte aus dem 6. Jahrhundert - die sogenannte Karte von Madaba (Madeba - Jordanien) - verzeichnet schon diesen antiken Platz. In der Nähe der Taufstelle - auf dem jenseitigen Ufer in Jor...



Taufstelle Qasr al-Yahud

Jordan - Taufstelle

Qasr al-Yahud - Place of Jesus Baptism, on the bank of the Jordan River, North of the Dead Sea, Israel - Bildquelle: Wikipedia - Autor: Deror avi - Lizenz s.u.


Im Judentum hat der Jordan Bedeutung als der Fluss, den das Volk Israel bei der Landnahme Kanaans nach der Wanderung durch die Wüste unter der Führung Josuas überschritt. So wird u.a. auch diese Stelle als der Ort angenommen, an der die Israeliten in das Land Kanaan eingedrungen sind. Auch der Prophet Elias soll hier das Wasser des Jordan geteilt haben und danach mit einem feurigen Wagen in den Himmel aufgefahren sein...

Weitere Informationen zur Taufstelle Qasr al-Yahud in Israel finden Sie hier....!


Wadi al-Kharrar

Jordan - Taufstelle

Al-Maghtas, Jordanien (The supposed location where John baptized Jesus Christ East of the River Jordan) - Bildquelle: Wikipedia - Autor: Producer - Lizenz s.u.


In der Nähe des Wadi al-Kharrar soll in früheren Zeiten eine Furt den Übergang des Jordans (Hadschlafurt?) ermöglicht haben. Wahrscheinlich führte hier eine alte römische Straße als Verbindung zwischen Jerusalem und Transjordanien vorbei. Heute ist eine rege Bautätigkeit auf beiden Seiten der Grenze zu beobachten. Der Jordan - hier als Grenze zwischen Israel und Jordanien - fließt wie immer träge und trüb an diesem Ort vorbei...

Weitere Informtionen zum Wadi al-Kharrar in Jordanien finden Sie hier....!


Allenby Bridge

Jericho - Allenby Bridge

Allenby Brücke, Grenzübergang nach Jordanien - Bildquelle: Wikipedia (gemeinfrei)


Etwa 7 Kilometer weiter nördlich befindet sich eine weitere Furt, an der die Allenby Bridge (auch King Hussein Bridge genannt) - benannt nach dem erfolgreichen britischen General Edmund Allenby - den Zugang nach Jordanien ermöglicht. Achtung: Keine Passage mit einem Privat-PKW möglich! Hier finden Sie einen interessanten Bericht über die Passage (Einreise) dieser Brücke, von Israel (Jericho) nach Jordanien - ein Europäer im Niemandsland....!

Weiterhin ein Versuch der Grenzüberquerung von der anderen Seite- Jordanien (mit Anreise über Amman) nach Israel. Noch weiter südlich befindet sich ein weiterer Grenzübergang - die Abdullah Bridge - zur Zeit jedoch nicht geöffnet.

Hier finden Sie Informationen der Grenzbehörden des Staates Israel....!


Tipp:


Wenn Sie von Jerusalem nach Jordanien wollen, können Sie mit einem Taxi vom Damaskus Tor (Haltestelle gegenüber dem Tor) direkt zum Grenzübergang Allenby Bridge fahren. Der Trip dauert etwa 40 Minuten und endet vor der Brücke, wo Sie nach Zahlung einer Ausreisegebühr und den üblichen Formalitäten den Grenzübergang in einem Jett - Bus überqueren können- 600 Meter! Danach - erst noch die Einreisekontrolle in Jordanien - nehmen Sie einen Minibus oder einen anderen Service zur Abdali Bus Station in Amman.


Totes Meer

Totes Meer

...das Tote Meer, Sonnenuntergang - Bildquelle: Wikipedia - Autor: Ester Inbar


Das Tote Meer (hebräisch: Jam haMelach bzw. Salzmeer; arabisch: Bahr al-Mayyit oder Bahr Lūt, „Meer des Todes“ oder „Meer des Lot“) ist ein abflussloser See, der vom Jordan gespeist wird und für seinen hohen Salzgehalt bekannt ist. Er grenzt an Israel, das unter israelischer Verwaltung stehende Westjordanland und an Jordanien. Der Name geht vermutlich auf Hieronymus aus dem 4. Jahrhundert zurück. Zuvor wurde der See „Salzmeer“ oder „Asphaltsee“ genannt....

Weitere Informationen zum Toten Meer in Israel finden Sie hier....!


Quellenangabe:


Die Fotos "Qasr al-Yahud - Place of Jesus Baptism, on the bank of the Jordan River, North of the Dead Sea, Israel; (5 Fotos) - Autor: Deror avi" - "Kloster St. Johannes der Täufer - Qasr al-Yahud; Einganstor zum Grundstück der Franziskaner, auf dem vor 1967 zwei Kapellen zugänglich waren; Kuppel der St. Johannes Klosterkirche im Niemandsland; (3 Fotos) - Autor: Ori~" - "Moderne Kirche an der Taufstelle im Jordan - Autor: Berthold Werner" - "Al-Maghtas, Jordanien - Autor: Producer" stammen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. Diese Dateien wurden unter den Bedingungen der Creative CommonsNamensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported“ Lizenz veröffentlicht.


Fotos der Taufstellen





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