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Jüdisches Viertel

Jerusalem - Jüdisches Viertel

Hakurba Synagoge in Jerusalem, Israel




Überblick

Jerusalem - Jüdisches Viertel

Jüdisches Viertel - Bildquelle: Wikipedia - Autor: Patrick Brennan - Lizenz s.u.



Das jüdische Viertel ist eines der vier traditionellen Viertel der Altstadt von Jerusalem. Das Viertel ist etwa 9 Hektar groß (Anteil von 14 % der Gesamtfläche der Altstadt) und liegt im südöstlichen Bereich der ummauerten Stadt und erstreckt sich vom Zionstor im Süden, entlang des armenischen Viertels im Westen bis zur Klagemauer und dem Tempelberg im Osten. Als im Jahre 135 n. Chr. der römische Kaiser Hadrian die Stadt Aelia Capitolina auf den Ruinen des antiken Jerusalem errichteten ließ, lagerte die siegreiche Zehnte Legion, die den Bar Kochba Aufstand niederwarf, auf dem Areal, das heute das jüdische Viertel darstellt.

Kurze Geschichte

Jerusalem - Jüdisches Viertel

Batey Mahase Square - Foto: Wikipedia - Autor: Deror Avi - Lizenz s.u.


Die Juden lebten bis in die Kreuzfahrerzeit hinein im Nordosten der Stadt. Dieses Viertel wurde nach der Eroberung Jerusalems aber vollständig zerstört. Nachdem der sephardische Rabbi Nachmanides - genannt „Ramban“ - 1267 nach Jerusalem gekommen war, begann er mit dem Aufbau einer neuen jüdischen Gemeinschaft im Südosten. Starken Zulauf erhielt diese Gemeinschaft nach der Vertreibung der Juden aus Spanien 1492 und seit dem 18. und 19. Jahrhundert durch die Ausweisung von Juden aus Osteuropa.


Unabhängigkeitskrieg 1948

Jerusalem - Jüdisches Viertel

Habad Straße im jüdischen Viertel - Bildquelle: Wikipedia - Autor: Deror avi - Lizenz s.u.


Während des Unabhängigkeitskrieges 1948 wurde die Altstadt von jordanischen Truppen erobert, und alle jüdischen Bewohner wurden vertrieben. Die Wohnhäuser und alle 58 Synagogen des Viertels wurden systematisch zerstört und unbewohnbar gemacht, zusätzlich wurden alle westlichen Zugänge zur Altstadt, das Neue Tor, Jaffator und Zionstor zugemauert. Das vollständig vernachlässigte Viertel verfiel zusehends. Erst nach der Rückeroberung 1967 begann der Wiederaufbau, vielfach unterstützt durch reiche jüdische Familien und Gemeinden in Europa und den USA.



Jerusalem Jewish Quarter map de
Jerusalem - Jüdisches Viertel - eingebunden über Wikimedia Commons

Sehenswürdigkeiten

Jerusalem - Jüdisches Viertel

Impressionen


Dadurch ist das Jüdische Viertel heute das reichste und am besten modernisierte Viertel der Altstadt, was man bereits beim Gang durch die Straßen deutlich bemerkt. Sehenswürdigkeiten im Jüdischen Viertel von Jerusalem sind u.a. der Cardo Maximus, die Klagemauer, die Ramban- und die Hurva-Synagoge und die vier sephardischen Synagogen. Heute leben im Jüdischen Viertel etwa 3.000 jüdische Einwohner, die nach der Wiederherstellung und Restaurierung des Viertels im Jahre 1968 hier einzogen sind.


Cardo Maximus

Jerusalem - Jüdisches Viertel

Cardo Maximus


Der Cardo (griechisch: "Herz"), auch Cardo Maximus, von Jerusalem im Jüdischen Viertel ist die heute in ihrem südlichen Teil streckenweise freigelegte ehemalige Hauptstraße aus römisch-byzantinischer Zeit. Der Cardo führte vom nördlichen Stadttor, dem heutigen Damaskustor, zum südlichen, dem jetzigen Zionstor. Der Begriff Cardo im Allgemeinen bezeichnet die für das Stadtbild einer römischen bzw. byzantinischen Stadt typische, meist in Nord-Süd-Richtung verlaufende Hauptachse. Senkrecht auf dieser Hauptachse wurde oft, wie auch hier, eine in Ost-West-Richtung verlaufende Straße angelegt, der Decumanus, der vom westlichen Stadttor, dem heutigen Jaffator, zum Tempelberg nach Osten führte. Der Kreuzungspunkt dieser Hauptachsen war das Zentrum der Stadt.


Kolonnadenstraße

Jerusalem - Jüdisches Viertel

Cardo - Bildquelle: Wikipedia (gemeinfrei)


Der Cardo war bei Schachtarbeiten für das Fundament eines Wohnhauses im Zuge des Wiederaufbaus des Jüdischen Viertels der Altstadt Jerusalems, das während der Zeit der jordanischen Besetzung Ostjerusalems von 1948 bis 1967 systematisch zerstört und unbewohnbar gemacht worden war, entdeckt worden. Die Ausgrabung des Cardo durch Professor Nahman Avigad für die Hebräische Universität begann im Jahre 1975 und dauerte 2 Jahre. Ein etwa 200m langer Abschnitt des Cardo wurde 4 Meter unter dem heutigen Straßenniveau freigelegt. Der Nordteil der Straße ruhte auf mehreren Metern Erdfüllung, während das Südende auf nivelliertem Grundgestein lag, das auf seiner Westseite einen 6 m hohen Wall bildete. Der Cardo war eine Kolonnadenstraße und wurde durch zwei Reihen steinerner Säulen in eine breite Straße und zwei 5 m breite, überdachte Passagen zu beiden Seiten gegliedert.


Jerusalem - Jüdisches Viertel

Cardo - Bildquelle: Wikipedia - Autor: Olivier Lévy - Lizenz s.u.


Eine Konstruktion aus Holzbalken stützte das wahrscheinlich aus Keramikplatten bestehende Dach. Auf der Ostseite grenzte eine Arkade großer, von Quaderpfeilern getragener Bögen an die Straße. Geschäfte säumten die Kolonnaden in ihrem südwestlichen Abschnitt; weitere Geschäfte lagen hinter der Bogenarkade. Fragmente monolithischer Säulen aus hartem Kalkstein, eingefügt in spätere Bauten, wurden gefunden. Die Säulenbasen hatten ein attisches Profil, während die Kapitelle in korinthischem Stil gearbeitet waren. Die 5 Meter hohen Säulen wurden in ihrer ursprünglichen Stellung im Cardo rekonstruiert. Die gut gearbeiteten Pflastersteine, die in langen Parallelreihen ausgelegt waren, wurden im Laufe der Zeiten glatt und brüchig. Einige Teile des Cardo befinden sich unter den modernen Häusern des jüdischen Viertels.


Klagemauer

Jerusalem - Klagemauer

Bereich vor der Klagemauer


Die Klagemauer - auch Westmauer genannt - liegt in der Altstadt von Jerusalem. Sie ist eine bedeutende religiöse Stätte für die Juden. Sie stellt die frühere Westmauer des Plateaus des zweiten Tempels dar, der sich an dieser Stelle befand. Die Mauer ist nicht – wie häufig angenommen – eine Mauer des Tempels selbst, sondern sie dient zur Absicherung des eigentlichen Tempelbergs. Der unter König Salomo gebaute erste Tempel war bereits 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört worden. Nach der Besetzung Jerusalems durch die Perser konnte an derselben Stelle....

Weitere Informationen zur Klagemauer in Jerusalem finden Sie hier....!


Quellenangabe:


Die Informationen zur Geschichte des Cardo Maximus in Jerusalem basieren auf dem Artikel Cardo (Jerusalem) (Stand vom 24.03.2008) und stammen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz [34 KB] für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. Die Fotos "Habad Straße im jüdischen Viertel; Batey Mahase Square; (2 Fotos) - Autor: Deror Avi" - "Cardo - Autor: Olivier Lévy" - "Jüdisches Viertel - Autor: Patrick Brennan" stammen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz [34 KB] für freie Dokumentation. Die Fotodateien wurden unter den Bedingungen der Creative Commons "Attribution 2.0" „Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported“ Lizenz veröffentlicht.


Fotos Jüdisches Viertel in Jerusalem





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