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Megiddo

Megiddo

Stadttor auf dem Tell Megiddo - Foto: Wikipedia - Autor: Gollf Bravo - Lizenz s.u.




Überblick

Megiddo

Besichtigung der Wasserversorgung des antiken Megiddo



Megiddo
war in der Antike eine Stadt in der Jesreel-Ebene im nördlichen Palästina bzw. in Israel an der alten Handelsstraße Via Maris von Ägypten nach Mesopotamien. Megiddo wird als wichtigste archäologische Stätte der biblischen Periode in Israel und als eine der bedeutendsten Forschungsstätten des Nahen Ostens angesehen. Die Stadt war während einer Zeitspanne von mehr als fünf Jahrtausenden kontinuierlich besiedelt (von ungefähr 6000 bis 500 v. Chr.) Die militärische Bedeutung des Ortes und seine Rolle als militärisches Schlachtfeld spiegeln sich in der Apokalypse des Johannes im Neuen Testament.

Handels- und Militärstraßen

Megiddo

Ausgrabungskampagne in Megiddo


Armageddon
, abgeleitet von „Har Megiddo“ (der Berg von Megiddo), erscheint dort als der Ort der biblischen Endschlacht zwischen Gut und Böse (Offenbarung, 16, 16). Edward Robinson identifizierte das biblische Megiddo in der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert mit dem Tell el-Mutesellim nahe dem arabischen Dorf el-Leğğūn. Robinson wurde geboren am 10 April 1794 in Southington, Connecticut (USA). Er verstarb am 27. Januar 1863 in New York. Er war ein amerikanischer Bibelwissenschaftler, der bekannt wurde als "Vater der biblischen Geographie". Das strategisch günstig gelegene Megiddo kontrollierte eine der wichtigsten Handels- und Militärstraßen der Antike, die Via Maris, welche Ägypten mit Syrien und Mesopotamien verband. Der Tell überwachte die Straße an der Stelle, wo sie aus dem Karmelgebirge kommend in die Jesreel-Ebene überging. Die fruchtbare Ebene stellte dabei die ökonomische Basis der Stadt dar.



Autel cananéen3
Querschnitt durch den Tell el-Mutesellim - eingebunden über Wikimedia Commons

Geschichte

Megiddo

...auf dem Hügel... - Fotoquelle: Wikipedia (Public domain)


Megiddo
wird sowohl in der Bibel als auch in den Amarna-Texten erwähnt (EA 242-247, 365), ein Brief (EA 248) stammt vielleicht aus Megiddo. Während der Amarnazeit war Biridiya Regent in Megiddo. Historiker beschreiben die Stadt Megiddo als Zentrum des Handels und als eine Stadt, die ein großes Areal beherrschen konnte. Als Kriegsbeute war diese Stadt sehr begehrt. Im 2. Jahrtausend vor Chr. besiegte Pharao Thutmosis III. von Ägypten in der Schlacht bei Megiddo die kanaanitischen Fürsten.


Palästinaschlacht

Megiddo

Hügel von Megiddo


Viele Jahrhunderte lang war die Region Schauplatz bedeutender Schlachten, zuletzt 1918 bei der so genannten Palästinaschlacht zwischen Briten und Osmanen, in der General Allenby den Türken eine große Niederlage beibrachte. Die Judenchristen des 1. Jahrhunderts kannten die Geschichte, dass der Richter Barak hier den Kanaaniterkönig Jabin besiegen konnte. Laut biblischer Darstellung hatte hier Gott dafür gesorgt, dass die Kanaaniter geschlagen wurden. Richter Gideon schlug die Midianiter in die Flucht, die Könige Ahasja und Josia wurden hier getötet.


Blütezeit

Megiddo

Ruinen am Rand des Hügels


Etwa zwischen 1550 – 1200 v. Chr. machten die ägyptischen Pharaonen die Staaten des heutigen Palästina zu ihren Vasallen, darunter auch Megiddo, doch das tat der Blüte der Stadt keinen Abbruch. Die Bewohner bauten einen prächtigen neuen Palast, der den alten bei weitem in den Schatten stellte. Man fand in seinen Überresten prachtvolle Gefäße aus Gold und Lapislazuli und geschnitzte Figuren aus Elfenbein. Die Stadt wurde ca. 1150 v. Chr. zerstört. Gut 100 Jahre später kam die Stadt unter die Herrschaft der israelitischen Könige. Die Paläste aus dieser Zeit vermitteln das Bild eines wichtigen militärischen Zentrums. Der militaristische Charakter verstärkte sich noch, als ein Feuer im ausgehenden 10. Jahrhundert v. Chr. die Stadt zum großen Teil zerstörte und die freigewordenen Flächen zum Bau von Truppeneinrichtungen genutzt wurden.


Modell von Megiddo

Megiddo

Modell der Stadt


Daneben entstanden auch zwei riesige Stallkomplexe und eine Anlage für die Wasserversorgung. Megiddo ist auf dem Relief in Karnak erwähnt, das den Feldzug des Pharao Scheschonq I. beschreibt. Scheschonq zerstörte danach die Stadt und errichtete eine Siegesstele, deren Bruchstück gefunden wurde. Die Aramäer eroberten und zerstörten Megiddo etwa um 900 v. Chr. Die Stadt wurde danach völlig neu angelegt: das schachbrettartige Straßennetz beherbergte eine Siedlung, die zu vier Fünfteln aus Wohnhäusern bestand. Von einem im Norden gebauten Verwaltungsgebäude aus beherrschte der Assyrerkönig Tiglat-Pileser III. seine frisch eroberte neue Provinz Samaria. Danach schwand Megiddos Bedeutung rapide, bis die Stadt schließlich aufgegeben wurde.


Quellennachweis:


Die Informationen zur Geschichte von Megiddo basieren auf dem Artikel Megiddo (Stand vom 12.01.2008) und stammen zusammen mit den Fotos "Titelfoto: Tor in Megiddo - Autor: Acer11"- "Megiddo archaeological site, Israel" - "Stadttor auf dem Tel Megiddo - Autor: Gollf Bravo" aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz [34 KB] für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. Die Fotodateien wurden unter den Bedingungen der Creative Commons "Attribution 2.0" „Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported“ Lizenz veröffentlicht.


Fotos aus Megiddo





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