- Anzeige -

Garten Gethsemane

Jerusalem - Garten Gethsemane




Überblick

Jerusalem - Garten Gethsemane

Zwei Priester im Garten Gethsemane, ca. 1914/18 - Bildquelle: Wikipedia - Autor: unbekannt - Lizenz s.u.



Bei einem Rundgang in Jerusalem - z.B. Besichtigung der St. Anna Kirche oder des Teiches Bethesda führt der Weg (Verlängerung der Via Dolorosa) durch das Stephanstor (Löwentor) hinunter ins Kidrontal. Weil das Tor auch zum Grab führt, das als Grab Mariens gilt, heißt das Tor auf arabisch auch "Marientor". Die Kreuzfahrer bezeichneten es als das "Tor des Jehosaphat (auch Joschafat genannt)", weil die Straße, die durch dieses Tor führt, direkt ins Jehosaphat Tal leitet. Das Jehosaphattal ist die Verlängerung des Kidrontales. Der Name Jehosaphat bedeutet soviel wie "Jahwe richtet".


Kidrontal

Jerusalem - Dominus flevit

Bliick ins Kidrontal und zur Kirche Dominus flevit - Foto: Wikipedia (gemeinfrei)


Das Kidrontal liegt zwischen dem Berg Ophel und dem Ölberg unterhalb der Südmauern der Altstadt von Jerusalem. Nach moslemischer Überlieferung wird am Tag des Jüngsten Gerichts die Trennungslinie zwischen Gut und Böse durch dieses Tal gehen. Hier befinden sich u.a. auch die Gräber von Absalom, Zacharias und der Familie Hesir. Zuerst erreicht man auf der linken Seite der Straße das Grab der Jungfrau Maria. Es handelt sich hier um die griechisch-orthodoxe Kirche der Himmelfahrt Mariens am Fuße des Ölbergs. Das Mariengrab im Kidrontal wird nach altkirchlicher Tradition als die Grabstätte von Maria, der Mutter Jesu angesehen. Besichtigen können Sie die Kirche mit dem Grab der Mutter Jesu wochentags von 08.00 - 11.30 Uhr und nachmittags von 14.00 - 17.00 Uhr.

Mariengrab

Jerusalem - Mariengrab

Bildquelle: Wikipedia - Autor: Deror Avi - Lizenz s.u.


Die Kirche des Mariengrabes liegt heute unterhalb des Straßenniveaus. Vom Eingangsportikus führt eine breite Treppe in die Krypta des Mariengrabes. Im 4. Jahrhundert wurde die erste Kirche an dieser Stelle eingerichtet, in dem der Fels, der das Grab umgab, abgetragen wurde. Die Kreuzfahrer restaurierten und erweiterten sie im 12. Jahrhundert und bauten sie zu einer Klosterfestung aus. Diese wurde von Sultan Saladin nach der Eroberung Jerusalems zerstört. Saladin verschonte aber die Krypta mit dem Mariengrab, da Maria auch im Islam verehrt wurde.


Gräber der Königinnen von Jerusalem

Jerusalem - Mariengrab

Grab der Königin Melisande von Jerusalem - Bildquelle: Wikipedia - Autor: Deror Avi - Lizenz s.u.


Gegenüber dem Grab ließ er eine Gebetsnische (Mihrab) einbauen. Rechts und links seitlich der Treppe die zur Krypta führt, befinden sich zwei Kapellen, in denen sich die Gräber der Königinnen von Jerusalem aus der Kreuzfahrerzeit befinden. Die heutige Kirche gehört der griechisch-orthodoxen und der armenisch-apostolischen Kirche. Die syrisch-orthodoxe, die koptisch-orthodoxe und die äthiopisch-orthodoxe Kirche dürfen sie mitbenutzen. Über eine steile Treppe hinter dem Portikus steigt man zum Grab hinunter, in dem Maria einige Tage bis zu ihrer Himmelfahrt gelegen haben soll. Zudem werden dort die Gräber ihrer Eltern Joachim und Anna und ihres Mannes Josef gezeigt.

Marienverehrung

Jerusalem - Mariengrab

Sarkophag in der Krypta - Bildquelle: Wikipedia - Autor: Adriatikus - Lizenz s.u.


Jährlich findet einige Tage vor dem Fest Mariä Himmelfahrt (nach julianischem Kalender) eine Prozession mit dem "Leichnam Marias" von der Stadt zum Grab statt. Rechts neben dem Eingang zur Kirche befindet sich der Zugang zur Grotte Gethsemane, die sich schon auf dem Areal des Gartens befindet. Es handelt sich hier um eine Höhle, in der Jesus die Nacht vor seinem Tod bis zur Verhaftung zugebracht haben soll. Einer Jerusalemer Tradition zu Folge, soll Maria am Berg Zion im Kreise der Jünger gestorben sein. Daran erinnert die römisch-katholische Dormitio-Kirche. Weiterhin gibt es in Ephesus in der heutigen Türkei eine weitere Stätte, an der Maria, einer anderen Tradition folgend, gestorben bzw. in den Himmel aufgefahren sein soll. Das dortige Marienhaus Meryemana wird von der katholischen Kirche anerkannt.

Gethsemane

Jerusalem - Garten Gethsemane

Garten Gethsemane


Weiter geht es zur Kirche aller Nationen und zum Garten Gethsemane. Für jeden Besucher ist dies der Moment, sich auf die letzten Stunden Jesu in Freiheit zu besinnen. Hier im Garten Gethsemane wurde er verraten und anschließend verhaftet. Eigentlich war dies früher ein einsamer Ort, hier standen Olivenbäume und hier wurde das Öl der Früchte des Baumes gepreßt. Der Garten liegt an dem Weg nach Jericho. Gethsemane (auch Gethsemani genannt) ist ein Ort, in dem nach dem Matthäus-, Markus- und dem Lukasevangelium Jesus Christus in der Nacht vor seiner Kreuzigung betete, ehe er von seinem Jünger Judas Ischariot verraten und von Abgesandten des Hohepriesters verhaftet wurde.


Garten

Jerusalem - Garten Gethsemane

Foto: Wikipedia (gemeinfrei)


Da kam Jesus mit ihnen zu einem Garten, der da hieß Gethsemane, und sprach zu den Jüngern: "Setzt euch hierher, solange ich dorthin gehe und bete". (Matthäus 26,36)

Der Garten Gethsemane befindet sich wie die Kirche mit dem Mariengrab am Fuß des Ölbergs in Jerusalem. Direkt bei dem Garten befindet sich die Kirche aller Nationen, auch bekannt als Kirche der Nationen und Todesangstbasilika (Kirche der Agonie). Schon zu biblischen Zeiten war das Areal mit Olivenbäumen bepflanzt und es könnte durchaus sein, das die sieben alten Ölbäume in diesem Garten Schößlinge dieser Bäume waren. Der Garten Gethsemane war bei den frühen Christen ein beliebtes Ziel. Im Jahr 333 wurde er von einem Pilger aus Bordeaux besucht. Heute kann man auf kleinen Wegen, die durch Blumen- und Gemüsebeete führen, die Ölivenbäume besichtigen, die in einem wunderschönen Garten neben der Kirche aller Nationen zu sehen sind. Der Garten wird von den Franziskanern liebevoll gepflegt. Die Öffnungszeiten der Kirche sind täglich von 08.00 - 12 Uhr und nachmittags von 14.30 - bis 1800 Uhr (im Winter 17 Uhr). Sie erreichen Garten und Kirche auch mit dem Bus vom Damaskustor (Busse Nr. 1, 42 oder 43).


Kirche aller Nationen

Jerusalem - Ölberg

Kirche aller Nationen - Foto: Wikipedia (gemeinfrei)


Am Fuße des Ölbergs und inmitten des Garten Gethsemane steht die zwischen 1919 bis 1924 mit den Spenden aus zahlreichen Ländern erbaute Gethsemane-Kirche - auch oder besser bekannt als Kirche aller Nationen. Dieser Name leitet sich von den vielen Nationen ab, die durch ihre großzügigen Spenden den Bau dieser Kirche ermöglichten. Der Altar im Inneren der Kirche steht direkt auf dem sogenannten "Todesangstfelsen", einem Stein oder Felsblock, auf dem Jesus vor seiner Verhaftung gebetet haben soll. Der Name Gethsemani kommt aus der aramäischen Sprache "gat semen" für Ölpresse. Das Aramäische ist die Sprache Jesu Christi gewesen und wird noch heute in einem Teil von Syrien, an der Grenze zum Libanon, gesprochen. Für Jesus und seine Jünger war dieses Grundstück ein Ort, an dem man sich zurückziehen konnte.


Jerusalem - Ölberg

Todesangstfelsen in der Kirche aller Nationen


Am Abend des Verrats und der Verhaftung durch den Hohen Rat weinte hier Jesus und hatte Todesangst. Die heutige Kirche steht auf den Fundamenten einer byzantinischen Basilika aus dem 4. Jahrhundert, die im Jahre 746 bei einem Erdbeben zerstört wurde, und einer Kreuzfahrerkirche aus dem 12. Jahrhundert, die 1345 zerstört wurde. Teile des ursprünglichen Fußbodens sind noch heute in der Kirche sichtbar. Es handelt sich um einen Mosaikfußboden, der heute unter Glas geschützt ist. Die Fenster der Kirche lassen nur wenig Licht ins Innere und so liegt der Raum weitgehend im Dunkeln. Das besondere in der Anlage am Hang des Ölbergs ist die Grotte, in der Jesus sich zurückgezogen haben soll um zu beten. Hier wurde bei Ausgrabungen der Franziskaner 1956 eine antike Olivenpresse gefunden, die aus der Zeit Jesu stammt.


Hakeldama

Jerusalem - Hinnomtal

Hakeldama - Blutacker - Foto: Wikipedia (gemeinfrei)


Die Geschichte des Ortes Hakeldama (Hebräisch: Akeldamach, Hakeldama; auch Töpfersacker) beginnt mit dem Judaskuss: "Den ich küssen werde, der ist es; den ergreift!" (Matthäus26,48) Dies passierte im Garten Gethsemane in Jerusalem am Ölberg. Judas Ischariot verrät hier Jesus und erhält zum Lohn 30 Silberlinge. Als er hört, dass Jesus zum Tode verurteilt wird, bereut er seinen Verrat und wirft das Geld in den Tempel. Die Hohenpriester wollen das Geld nicht zurücknehmen aber auch nicht dem Tempelschatz zuführen....

Weitere Informationen zum Ort Hakeldama südlich von Jerusalem finden Sie hier....!


Quellenangabe:


Die Informationen zur Geschichte des Mariengrabes basieren auf dem Artikel Mariengrab (Stand vom 18.04.2008) und stammen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen mit den Fotos "Titelfoto: View of the Dome of the Rock from Dominus flevit; Mariengrab; Grab der Königin Melisande von Jerusalem; (3 Fotos) - Autor: Deror Avi" - "Zwei Priester im Garten Gethsemane, ca. 1914/18 - Autor: unbekannt" - "Sarkophag in der Krypta - Autor: Adriatikus" unter der GNU-Lizenz [34 KB] für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. Die Fotos sind lizenziert unter der Creative Commons "Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported", deren Bedingungen Sie hier einsehen können.


Fotos Garten Gethsemane





Avdat Stadt Rom Vatikanstaat Bethlehem Banyas Apostel Paulus Tel Aviv Jaffa Megiddo Tempelberg und Felsendom Nord-Israel Altstadt von Jerusalem Dominus Flevit Jüdisches Viertel Synagoge Korazim Via Dolorosa Taba Insel Rhodos Kirche der Franziskaner Klagemauer Wüste Zin Aqaba Kirche des Heiligen Grabes Armenisches Viertel Kapernaum Khirbet el Mafjir Umgebung von Bethlehem Höhlen von Qumran Eilat Caesarea Christliches Viertel Ephesus St. Peter in Gallicantu Tel Dan Aschkelon


-Anzeige-