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Sinai-Halbinsel - Ägypten

Ägypten - Berg Sinai (Mosesberg)

Bildquelle: Wikipedia (Public domain)




Überblick

Ägypten - Sinai

Mosesberg



Das Gebiet des Sinai ist eine Halbinsel und bildet den östlichen Teil des Staatsgebietes von Ägypten. Geographisch gehört die Halbinsel schon zum asiatischen Kontinent. Im Norden wird der Sinai vom Mittelmeer eingegrenzt und im Osten je zur Hälfte vom Staat Israel und vom Königreich Saudi-Arabien - hier getrennt durch den Golf von Aqaba. Der südlichste Teil des Sinai ist das Ras Mohammed, einem Kap und Nationalpark am Ausgang der Straße von Tiran. Hier beginnt das Rote Meer und hier liegt auch eines der größten Feriengebiete von Ägypten- Sharm el Sheik.

Sinai

Ägypten - Aussicht vom Berg Sinai

Blick auf eine kleine Kapelle beim Abstieg vom Berg Sinai


Die etwa 61.000 Quadratkilometer große Landmasse ist wüstenhaft und besonders im Süden von schroffen, kahlen Gebirgen geprägt. Die westliche Grenze des Sinai bildet der Golf von Suez, an dessen nördlichen Ende der Suez-Kanal beginnt. Der Name Sinai ist etwas widersprüchlich, weil es mehrere Bezeichnungen mit diesem Namen gibt. Zum einen wird das Gebiet der Halbinsel so genannt, zum anderen führt ein Berg auf dieser Halbinsel den Namen Sinai. Auch ein Ort im Alten Testament führt diesen Namen (Sinai der Bibel) und es gibt eine Wüste in diesem Gebiet, die diesen Namen trägt (Et Thi).


Schöne Badeorte

Ägypten - Dahab

Bildquelle: Wikipedia (Public domain)


Entlang der Ostküste des Sinai am Golf von Aqaba befinden sich weitere Bade- und Urlaubsorte, die teils noch im Aufbau befindlich und teilweise aber auch schon länger hier present sind. Relativ neu ist hier der Badeort Taba, dessen nördlicher Teil lange Zeit zum Staatsgebiet von Israel zählte. Das hier heute ansäßige Hotel Taba Hilton wurde 1976 erbaut, 1979 als Avia Sonesta eröffnet und war lange Zeit der Zankapfel zwischen den beiden Nachbarn Israel und Ägypten. Andere Badeorte tragen den Namen Nuweiba (auch Fährhafen nach Aqaba), Dahab (Domizil für Taucher) und Nabq Bay. Dieser Ort ist zwar nur ein kleiner aber dafür ein aufstrebender Ferienort.


Sharm el Sheik

Ägypten - Sinai

Flughafen Scharm el Sheik


Das Schlußlicht in dieser Kette bildet der Badeort Sharm el Sheik, der in den letzten Jahren stark gewachsen ist. Übersetzt bedeutet der Name soviel wie "Bucht des Scheichs". Der Ort hat etwa 12 000 Einwohner und ist stark auf den Tourismus ausgerichtet. Gute Straßenverbindungen und ein regelmäßiger Busverkehr bestehen u. a. nach Eilat, Nuweiba, Dahab, Kairo, Alexandria und Sues. Vom Hafen der Stadt gibt es regelmäßige Fährverbindungen nach Hurghada und Aqaba (über Nuweiba). Auch Kreuzfahrtschiffe legen im Hafen von Sharm el Sheik an. Der internationale Flughafen Scharm el Sheik mit mehr als fünf Millionen Passagieren jährlich zeigt die Bedeutung des Badeortes.


Tauchrevier

Ägypten - Sinai

Küste vor Sharm el Sheik - Bildquelle: Wikipedia (Public domain)


Ursprünglich war der 1968 eröffnete Flughafen ein israelischer Militärflugplatz. Nach dem Friedensvertrag zwischen Israel und Ägypten wurde der Flugplatz nicht mehr militärisch genutzt. Sharm el Sheik kann mit den größten und bedeutendsten Tauchrevieren im Golf von Aqaba aufwarten. Taucher schätzen die zahlreichen Korallenriffe vor Ort. Auch die ganzjährigen teilweise milden (Winter) Temperaturen, die gute Wasserqualität und zahlreiche Luxushotels lassen den Ort bei Touristen immer beliebter werden. Die Hauptreisezeit ist der Herbst und der Frühling.


Ras Mohammed Nationalpark

Ägypten - Sinai

Ras Mohammed Nationalpark - Bildquelle: Wikipedia (Public domain)


Eine Besonderheit auf der Sinai-Halbinsel ist der Nationalpark Ras Mohammed, der an der Südspitze der Sinai-Halbinsel liegt. Von hier aus sieht man den Golf von Suez im Westen und den Golf von Aqaba im Osten. Als die Sinai-Halbinsel an Ägypten zurückgegeben wurde, erklärte man die Südspitze des Sinai - Ras Mohammed - als Schutzzone. Jegliche Art von Fischfang und andere menschliche Aktivitäten sind hier zum Schutz der einzigartigen Unterwasserwelt verboten. 1983 gründete die ägyptische Umweltagentur (EWR) das Gebiet als Meeresschutzgebiet für den Schutz der marinen und terrestrischen Fauna. Der Name Ras Mohammed bedeutet wörtlich "Mohammad's Head", wobei "Kopf" in diesem Fall "Landzunge" bedeutet.



Mosesquellen

Ägypten - Sinai

Mosesquellen


Im nördlichen Teil des Sinai befindet sich unweit vom Suez-Kanal die sogenannte Ajun Musa - die Oase der Mosesquellen. Hier befand sich in früheren Zeiten ein Treffpunkt für diejenigen, die den Sinai und seine Wüsten erkunden wollten. Nach der Tradition des Alten Testamentes soll sich hier der Ort Mara befunden haben. An diesem Platz soll Moses als Führer der Israeliten die bitteren Wasser süß gemacht haben.

2. Buch Mose, Kap. 15, Vers 23:

Da kamen sie gen Mara; aber sie konnten das Wasser nicht trinken, denn es war sehr bitter. Daher hieß man den Ort Mara.

Die Oase wird heute nicht mehr bewohnt und macht einen verlassenen Eindruck.


Ägypten - Sinai

Karte des Sinai - Bildquelle: Wikipedia (Public domain)


Der Sechstagekrieg (5. Juni - 10. Juni 1966) zwischen Israel und den arabischen Staaten Ägypten, Jordanien und Syrien hat maßgeblich zum Zerfall der Oase beigetragen, weil die israelische Armee hier eine Stellung unterhielt, die zeitweilig unter schwerem Artilleriebeschuss von der Westseite des Golfs von Suez lag. Von den einst neun Quellen existiert nur noch eine einzige. Dies ist meistens der Ort, der bei einer Rundreise ins Sinaigebiet als erster aufgesucht wird. Die Touristenbusse kommen von Kairo und nach einer Fahrt durch den Ahmed Hamdi-Tunnel unter dem Suez-Kanal hindurch gelangen sie auf die Sinai-Halbinsel. Nach diesem Abstecher zu den Moses-Quellen geht es u.a. weiter zur sogenannten Pharaonenquelle - Hammam Faraun und nach Serabit el-Khadim. Danach erfolgt die Weiterfahrt durch die Oase Feiran in ein Tal nahe dem Katharinenloster. Von hier aus folgt dann in Regel am nächsten fühen Morgen der Aufstieg zum Gipfel des Mosesberges.


Serabit el-Khadim

Ägypten - Sinai

Sinai Halbinsel - Bildquelle: Wikipedia - Autor: Berthold Werner - Lizenz s.u.


Eine weitere Sehenswürdigkeit auf der Sinai-Halbinsel u.a. ist der altägyptische Tempel von Serabit el-Khadim. Es handelt sich hier um einen archäologischen Fundplatz auf dem Sinai. Der Ort liegt auf halber Höhe der Westküste im südwestlichen Sinai, etwa 10 Kilometer nördlich vom Wadi Maghara. Er diente hauptsächlich als Abbaustätte von Kupfer und Türkis. Die Göttin Hathor als "Herrin des Türkis" (wie im Timna Nationalpark bei Eilat) wurde hier verehrt. In Serabit el-Khadim befindet sich ein Tempelkomplex von Schreinen und Sanktuaren, der vor allem Hathor, der Schutzgöttin der Arbeiter in den Kupfer- und Türkisminen gewidmet war.


Coloured Canyon

Ägypten - Sinai

Coloured Canyon Bildquelle: Wikipedia - Autor: Christian Müller (Public domain)


Zu den besonderen Ausflügen in diesem Gebiet gehört sicherlich eine Wanderung durch den Coloured Canyon. Bei diesem Canyon im Sinai handelt es sich um eine tief im Gelände eingegrabene Schlucht, deren Sandsteinwände im Laufe der Zeit durch die Einflüße der Natur geformt wurden und durch Abstufungen im Gestein verschiedene Farbtöne hervorbringen. Im Zusammenhang mit dem Licht der Sonne bietet sich dem Besucher ein fantastisches Farbenspiel an. Allein schon der pure Spaziergang durch den Canyon, der an manchen Stellen ziemlich eng wird, würde eine Besichtigung lohnen. Die Wanderung vor Ort durch den Canyon dauert etwa 30 - 40 Minuten- hinzu kommt eine Rast nach dem Durchgang des Canyons und danach beginnt der Aufstieg aus dem Canyon (insgesamt ohne Anfahrt etwa 1,5 - 2 Stunden). An manchen Stellen im Coloured Canyon erreichen die Sandsteinwände eine Höhe von 40 Metern.

Für den Ausflug sollten Sie unbedingt festes Schuhwerk mitnehmen und etwas zu trinken. Auch kann es am späten Nachmittag im Winter schon mal etwas kalt werden, deshalb sollten Sie auch bitte eine Jacke mitnehmen. Ausgangspunkt für diese Tour ist meistens Nuweiba, kann aber auch von Israel aus gebucht werden.


Sinai-Halbinsel mit Katharinenkloster

Ägypten - Sinai

Katharinenkloster im Sinai


Das griechisch-orthodoxe Katharinenkloster im Sinai in Ägypten wurde zwischen 548 und 565 gegründet. Es liegt am Fuße des Djebel Musa (Mosesberg - 2285 m). Hier befand sich angeblich der brennende Dornbusch, in dem sich Gott dem Mose offenbarte. Hier sollen auch die der Legende nach von einem Engel herbeigetragenen Gebeine der hl. Katharina von Alexandrien ruhen, deren Existenz allerdings historisch nicht belegt ist...

Weitere Informationen zum Katharinenkloster im Sinai in Ägypten finden Sie hier....!


Grenzübergänge

Israel - Eilat

The Yitzhak Rabin Border Terminal in Eilat - Wadi Araba Grenzübergang Terminal - Bildquelle: Wikipedia - Autor: NYC2TLV - Lizenz s.u.


Bei den Grenzübergängen von Eilat nach Ägypten (Taba) und Jordanien (Arava), sowie den Grenzstationen Sheikh Hussein von Israel nach Jordanien und Allenby Bridge von der Westbank nach Jordanien kann es immer wieder zu kurzzeitigen Schließungen bzw. einer Verkürzung der Öffnungszeiten kommen. Es wird daher empfohlen, vor Ort zeitnah Erkundigungen über die Öffnung einzuholen. Ferner sind die Ein- und Ausreisevorschriften der Länder Israel, Ägypten und Jordanien zu beachten und schon im Vorfeld der Reise hierüber Erkundigungen einzuziehen. Ganz besonders sind die Grenzformalitäten am Übergang Taba zu beachten, deren Bestimmungen durch bilaterale Verträge ausgehandelt worden sind und einem besonderen Status unterliegen.

Das Problem ist nicht die kurzfristige Ein- und Ausreise in diesem Grenzbereich sondern die Durchreise mit dem Ziel, innerhalb Ägyptens - Taba Airport oder Sharm el Sheik International Airport - die Rückreise anzutreten. Dies sollte bei der Viasbeantragung (Ägypten) unbedingt beachtet werden.


Quellennachweis:


Das Titelfoto "Berge im Sinai" und die Fotos "Sinai Halbinsel - Autor: Berthold Werner" - "The Yitzhak Rabin Border Terminal in Eilat - Wadi Araba Grenzübergang Terminal - Autor: NYC2TLV" - "Katharinenkloster im Sinai - Autor: G. Piezinger" stammen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz [34 KB] für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. Die Fotodateien wurden unter den Bedingungen der Creative CommonsNamensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported“ Lizenz veröffentlicht.


Fotos vom Sinai





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