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Tel Hazor

Tel Hazor - Nordisrael

Luftaufnahme - Foto: Wikipedia (Public domain)




Überblick

Tel Hazor - Nordisrael

Haus der Säulen - Foto: Wikipedia - Autor: Teqoah - Lizenz s.u.



In der näheren Umgebung des Kibbuz Ayelet HaShahar befindet sich der Tel Hazor (Tell al-Qedach bzw. Tell Waqqas), einst eine bronzezeitliche kanaanitische Metropole. Die Stadt befand sich in Ober-Galiläa nördlich des Sees Genezareth. Später wurde sie eine israelitische Stadt und heute ist sie eine Ruine, die kontinuierlich ausgegraben wird. Sie war um 1800 v. Chr. die größte Stadt in Kanaan. Im Jahr 2005 wurden die Überreste der antiken Siedlung Hazor von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt, als Teil der Biblischen Tells – Megiddo, Hazor, Beer Sheba. Die Erstbesiedlung des Hügelteils, auf dem die Oberstadt lag, geht auf den Anfang des 3. Jahrtausends v. Chr. zurück.


Tel Hazor

Tel Hazor - Nordisrael

Eingang zur Zisterne im antiken Hazor - Foto: Wikipedia (gemeinfrei)


Die Unterstadt wurde etwa 1800 v. Chr. errichtet. Während der Bronzezeit umfasste Hazor ein Gebiet, das zehnmal so groß war wie das seinerzeit unbedeutende Jerusalem. Die Stadt dürfte zu ihrer Blütezeit mindestens 20.000 Einwohner gehabt haben. Sie trieb Handel und ihre Herrscher hatten eine weitreichende Korrespondenz, wie Tontafeln aus Hazor und Mari zeigen. Ägyptische Ächtungstexte, Amarna-Briefe und Kriegsberichte erwähnen Hazor mehrfach. In der Spätbronzezeit war Hazor als größte kanaanäische Stadt mit einer Fläche von 74 Hektar, etwa achtmal größer als Megiddo oder Lachisch. Im 13. Jahrhundert v. Chr. wurden Ober- und Unterstadt zerstört. Wer für diese Zerstörung verantwortlich war, ist umstritten.



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Tel Hazor National Park - eingebunden über Wikimedia Commons

Hazor in den Quellen der Bibel

Tel Hazor - Nordisrael

Teil eines Tores aus der Zeit König Salomons - Foto: Wikipedia - Autor: Ricardo Tulio Gandelman - Lizenz s.u.


Danach wurde nur noch die Oberstadt auf dem Hügel besiedelt. Ben-Hadad von Damaskus soll Hazor erobert und Omri anschließend auf kleinerer Fläche erneut aufgebaut haben. Um 733/732 v. Chr. wird Hazor von den Assyrern unter Tiglat-Pileser III. endgültig zerstört. In der Bibel wird Hazor 18mal, hauptsächlich im Buch Josua und im Buch der Richter erwähnt. Nach dem Bericht im Josuabuch führte König Jabin eine kanaanitische Koalition gegen Josua in die Schlacht und wurde besiegt. Als Folge davon brannte Josua die Stadt Hazor vollständig nieder.


Tel Hazor - Nordisrael

Rekronstruktion des Königspalastes aus kanaanitscher Zeit - Foto: Wikipedia (gemeinfrei)


Das Buch der Richter berichtet von einem Konflikt zwischen König Jabin und den Stämmen unter Führung der Richterin Debora. Erwähnung findet Hazor auch in den Königsbüchern (1 Kön 9,15 und 2 Kön 15,29) und bei den Propheten Nehemia (Neh 11,33) und Jeremia (49,28). Die ersten Probegrabungen wurden im Jahr 1928 durch den britischen Altertumsforscher John Garstang durchgeführt. Gezielte Ausgrabungen wurden in den Jahren 1955 – 1958 und 1968/69 von Yigael Yadin in 14 Abschnitten in der Ober- und Unterstadt durchgeführt. Er erforschte vor allem den Aufbau der Stadt.


Tel Hazor - Nordisrael

...antike Ölpresse...- Foto: Wikipedia (gemeinfrei)


Der Hügel konnte relativ früh als Siedlungsstätte identifiziert werden, die Funktion des umwallten - später als Unterstadt identifizierten - Areals wurde erst im Verlauf der Grabungen geklärt. Seit den 1990er Jahren werden weitere Grabungen unter der Aufsicht von Amnon Ben-Tor durchgeführt. Im Sommer 2012 wurde ein Sphinx-Fragment ausgegraben, die per Inschrift dem ägyptischen Herrscher Menkaura (2500 Jahre v. Chr.) gewidmet ist. Er stammte aus dem Alten Reich in Ägypten. Wie die Sphinx nach Kanaan kam, bleibt bis dato ungeklärt. Sie ist eine der wenigen monumentalen ägyptischen Statuen, die im östlichen Mittelmeerraum gefunden wurden.

Weitere Informationen zum Eintrag in das Weltkulturerbe der UNESCO - Biblical Tels - Megiddo, Hazor, Beer Sheba - finden Sie hier....!




Kibbuz Ayelet HaShahar

Kibbuz Ayelet HaShahar - Nordisrael

Eingangsbereich


Ayelet HaShahar ist ein Kibbuz im Norden des Staates Israel. Der Kibbuz befindet sich an der Nationalstraße 90 zwischen den Städten Rosh Pina und Metulla. Ayelet HaShahar liegt etwa 35 Kilometer südlich von Kiryat Shmonah und fällt unter die Zuständigkeit des Regionalrates von Ober Galiläa. Im Jahr 2012 lebten etwa 1560 Personen im Kibbuz. Das Land, auf dem sich der Kibbuz befindet, wurde von der Jewish Colonization Association im Jahre 1892 gekauft. Es wurde zuerst von Einwanderern aus Europa im Jahr 1915 während der "Zweiten Alijah Welle (1904 - 1914)" (Einwanderungswelle) besiedelt. Nach dem Ende der britischen Mandatszeit operierte hier die jüdische Militärorganisation Palmach u.a. während der Operationen "Markolet" (Nacht der Brücken) und der Bombardierung der Yarmuk Brücke (16 bis 17 Juni 1946).


Tel Hazor - Nordisrael

Tel Hazor - Foto: Wikipedia - Autor: Ricardo Tulio Gandelman - Lizenz s.u.


Ayelet HaShahar ist einer der größten Obstproduzenten in Israel. Aber auch Milchwirtschaft und Geflügel sind Teil der landwirtschaftlichen Produktion. Außerdem ist der Kibbuz ein bedeutender Produzent von israelischem Honig. Bei der Gründung des Kibbuz wurden Fischteiche angelegt, deren Wasser über Kanäle aus dem Hulatal herangeführt wurde, das u.a. aus der Entwässerung der Sümpfe stammte. Tel Hazor, die einstige Hauptstadt der Kanaaniter in Galiläa, liegt direkt gegenüber dem Kibbuz. Das Archäologische Museum von Hazor befindet sich im Kibbuz- hier werden einige Artefakte vom Tel Hazor gezeigt, während der größte Teil der Fundstücke heute im Israel Museum in Jerusalem präsentiert wird.


Hulaebene

Hulatal - Nordisrael

...der Fluss Hasbani.... - Foto: Wikipedia (gemeinfrei)


Die Hulaebene (hebräisch: Emek haChula „Chulatal“; arabisch: "Sahl al-Ḥūla"; im Deutschen auch Hulaebene oder Huleebene genannt, befindet sich im Norden von Israel, genauer gesagt in Galiläa in Nordisrael am Fuß der Golanhöhen. Die Hulaebene ist die am weitesten nördlich gelegene Ebene Israels unweit der libanesischen Grenze. Flankiert von den libanesischen Bergen auf der Westseite und den Golanhöhen auf der Ostseite erstreckt sich das Hula-Becken von Dan bis zum Tel Hazor nördlich von Rosch Pina....

Weitere Informationen zur Hulaebene in Nordisrael finden Sie hier....!


Berg Hermon

Berg Hermon - Nordisrael

Blick auf das Hermongebirge - Foto: Wikipedia (gemeinfrei)


Der Berg Hermon ist ein 2814 Meter hoher Berg im Nahen Osten im Grenzbereich zwischen dem Libanon, Syrien und Israel. In der arabischen Sprache wird der Berg als Dschabal asch-Schaich bezeichnet. Das Hermongebirge erstreckt sich entlang der syrisch-libanesischen Grenze über 25 Kilometer in einer Ausrichtung Südwest-Nordost. Im Süden endet das Gebirge auf den von Israel annektierten Golanhöhen. Im Nordosten schließen sich die Berge des Antilibanon....

Weitere Informationen zum Berg Hermon in Nordisrael finden Sie hier....!


Tel Dan

Tel Dan - Nationalpark

Ausgrabungen am Tell Dan - Kanaanäisches Tor - Bildquelle: Wikipedia (Public domain)


Der Tel Dan ist ein etwa 20 Meter hoher und 20 Hektar großer Siedlungshügel (Tell) des Stammes Dan am Fuße des Berges Hermon, etwa einen Kilometer nördlich des heutigen Kibbuz Dan am nördlichen Ende der israelisch besetzten Golanhöhen. Hier liegt auch die größte der drei Jordanquellen mit dem Quellfluss Dan. Nachdem 1966 Wasserplaner die Quelle ableiten wollten, siegten die Naturschützer und Tel Dan wurde ein Naturreservat....

Weitere Informationen zum Naturreservat Tel Dan in Nordisrael finden Sie hier....!


Quellennachweis:


Die Informationen zum Tel Hazor basieren auf dem Artikel Hazor (Stand vom 26.12.2012) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen mit den Fotos "Titelfoto: Blick auf Tel Hazor - Autor: Ricardo Tulio Gandelman" - "Haus der Säulen - Autor: Teqoah" - "Tor aus der Zeit König Salomons; Tel Hazor; (2 Fotos) - Autor: Ricardo Tulio Gandelman" unter der GNU-Lizenz [34 KB] für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. Die Fotos sind lizenziert unter der Creative Commons "Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported", deren Bedingungen Sie hier einsehen können.


Fotos Tel Hazor





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